Fünf Millionen Euro: Land NRW fördert nachhaltige Unternehmen

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Ziel der nordrhein-westfälischen Landesregierung ist eine nachhaltige Wirtschaftsentwicklung zur Bewältigung der Corona-Krise. Dafür stellt das Land jetzt zusätzlich fünf Millionen Euro zur Verfügung.

Ziel der nordrhein-westfälischen Landesregierung ist eine nachhaltige Wirtschaftsentwicklung zur Bewältigung der Corona-Krise. Dafür stellt das Land jetzt zusätzlich fünf Millionen Euro zur Verfügung. Es sollen Maßnahmen zur kommunalen Klimaanpassung, zum Ausbau grüner Infrastruktur und zum Flächenrecycling gefördert werden. Zusätzliche Mittel werden zudem für die Stärkung der Ressourceneffizienz und der Kreislaufwirtschaft bereitgestellt. Dadurch werden Wertschöpfungsketten vor Ort etabliert, die Konjunktur gestärkt und zukunftsfähige Arbeitsplätze geschaffen.

Erarbeitet wurde das Sonderprogramm vom Umweltministerium im Rahmen des Landeskonjunkturprogramms. Dazu NRW-Umweltministerin Ursula Heinen-Esser: „Ziel muss es sein, dass unsere Wirtschaft klimaresilienter und ressourceneffizienter aus der Krise hervorkommt. Durch gezielte Förderungen stellt das Konjunktur- und Investitionsprogramm die Weichen für eine umweltfreundlichere Wirtschaftsweise. Indem wir innovative Produkte und Dienstleistungen fördern, schaffen wir attraktive und wettbewerbsfähige Arbeitsplätze für ein nachhaltiges Wirtschaftswachstum."

Welche Unternehmen kommen in Frage?
Voraussetzung für eine Förderung ist, dass die Unternehmen zum Beispiel einen Beitrag zur Entwicklung von energieeinsparenden und ressourcenschonenden Produkten und Dienstleistungen leisten. Teilnahmeberechtigt sind kleine und mittlere Unternehmen (KMU mit maximal 249 Mitarbeiterinnen – und Mitarbeitern). Auch Startups können profitieren: Unterstützt wird unter anderem die Gründung von Unternehmen in der Umweltwirtschaft – von der Idee, über die Entwicklung von Prototypen bis hin zur Gewinnung von Investoren und potenziellen Geschäftspartnern. Darüber hinaus werden Aktivitäten von bereits etablierten Unternehmen im Bereich Forschung, Entwicklung und Innovation unterstützt. Die Förderung erfolgt auf Basis von Zuschüssen und kann bis zu 80 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben abdecken.

Geförderte Projekte müssen einem oder mehreren der acht folgenden Teilmärkte zuzuordnen sein:

  • Umweltfreundliche Energiewandlung, -transport und -speicherung
  • Energieeffizienz und Energieeinsparung
  • Materialien, Materialeffizienz und Ressourcenwirtschaft
  • Umweltfreundliche Mobilität
  • Wasserwirtschaft
  • Minderungs- und Schutztechnologien
  • Nachhaltige Holz- und Forstwirtschaft
  • Umweltfreundliche Landwirtschaft

Skizzeneinreichung und Fristen
Es kommen vereinfachte Förderbedingungen zur Anwendung. Projektanträge können ab sofort beim Projektträger Jülich eingereicht werden. Die Antragstellung erfolgt in einem zweistufigen Verfahren. Projektskizzen müssen bis zum 26. November 2020 schriftlich vorliegen. Die Projektskizzen werden begutachtet und Antragsteller mit erfolgreichen Skizzen werden zur Einreichung eines Vollantrags aufgefordert.

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