WBGU Gutachten: Digitalisierung als Motor für Nachhaltigkeit

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Im neuen Hauptgutachten "Unsere gemeinsame digitale Zukunft" fordert der Wissenschaftlichen Beirat Globale Umweltveränderungen (WBGU) - das Beratergremium der Bundesregierung - den digitalen Wandel so zu gestalten, dass er als Hebel und Unterstützung für Nachhaltigkeit dient.

Analysiert wurden die Zusammenhänge zwischen Digitalisierung und Nachhaltigkeit und es werden Handlungs- und Forschungsempfehlungen daraus entwickelt. Die Ausgangsthese lautete, dass Digitalisierung mit immer weiter steigenden Energie- und Ressourcenverbräuchen sowie globalen Produktions- und Konsummustern einher geht, die die Ökosysteme noch massiver belasten und dass technische Innovationsschübe sich nicht automatisch in Nachhaltigkeitstransformationen übersetzen lassen, sondern eng mit Nachhaltigkeitsleitbildern und -politiken gekoppelt werden müssen.

Die Bundesministerinnen Schulze und Karliczek, die das Gutachten am 11. April 2019 entgegennahmen,  begrüßen das Gutachten als wichtigen Beitrag zur Debatte über die Chancen und Risiken der Digitalisierung für die nachhaltige Entwicklung.

Das Bundesumweltministierum will auf der  re:publica 2019, einer Messe zur digitalen Gesellschaft, die vom 6.-8. Mai in Berlin stattfindet, ein erstes Eckpunktpapier für eine umweltpolitische Digitalagenda vorstellen und über den gesamten weiteren Verlauf der Messe Feedback und Ideen einsammeln.

Das Bundesforschungsministerium fördert seit vielen Jahren die Nachhaltigkeitsforschung, zuletzt mit zwei Milliarden Euro seit 2015. Dabei ist die Digitalisierung ein zentrales Instrument. Zum Beispiel soll bei der Forschungsinitiative zum Erhalt der Artenvielfalt mithilfe digitaler Anwendungen die Biodiversität besser erfasst und auch geschützt werden. Bei den Kopernikus-Projekten für die Energiewende wiederum werden digitale, technologische und wirtschaftliche Lösungen für den Umbau des Energiesystems entwickelt.

Der WBGU wurde 1992 im Vorfeld der Konferenz der Vereinten Nationen über Umwelt und Entwicklung („Erdgipfel von Rio“) von der Bundesregierung als unabhängiges wissenschaftliches Beratergremium eingerichtet. Der WBGU wird gemeinsam von BMBF und BMU betreut und finanziert.

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