Marktstammdatenregister gestartet - Registereintrag wird zur Pflicht

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Die Marktstammdatenregisterverordnung (MaStRV) konkretisiert die Meldepflichten aller Marktakteure sowie die Netzbetreiberprüfungen. Besondere Brisanz haben die erheblichen Sanktionen bei Verstößen gegen die Verordnung.

Die Marktstammdatenregisterverordnung (MaStRV) konkretisiert die Meldepflichten aller Marktakteure sowie die Netzbetreiberprüfungen. Besondere Brisanz haben die erheblichen Sanktionen bei Verstößen gegen die Verordnung. Neben Sanktionen der Bundesnetzagentur (BNetzA) geht es um den Verlust bzw. die Reduzierung der EEG-Förderung, des KWKG-Zuschlags und – zukünftig – möglicherweise zahlreicher weiterer energiewirtschaftlicher Privilegierungen, wie individuelle Netzentgelte, Stromsteuererleichterungen, reduzierte Netzumlagen.

Das Marktstammdatenregister (MaStR) soll nun „das maßgebliche Register der Energiewirtschaft“ werden und, laut BNetzA, die Marktstammdatennummer das entscheidende Identifizierungskriterium aller Marktakteure im Rahmen von energiewirtschaftlichen Verträgen und in der Marktkommunikation.

Registrierungspflichtig sind insbesondere alle Netzbetreiber, Messstellenbetreiber, Lieferanten und Bilanzkreisverantwortliche im Strom- und Gasbereich, alle Betreiber von Erzeugungsanlagen und Speichern, neben den bisherigen EEG-Anlagen auch ausnahmslos alle anderen Stromerzeugungsanlagen bis hin zu Notstromaggregaten und Netzersatzanlagen. Darüber hinaus werden unter anderem auch Großverbraucher an Hochspannungs- bzw. Fernleitungsnetzen einbezogen. Das MaStR ersetzt das PV-Meldeportal und das EEG-Anlagenregister und erweitert diese ganz erheblich. Für den Strom- und Gasmarkt ist das MaStR nun nach längerer technisch bedingter Verzögerung seit dem 31. Januar freigeschaltet. Das Register steht damit allen Marktakteuren und der Öffentlichkeit zur Verfügung.

Auch wenn eine bestehende Anlage bereits beim jeweiligen Netzbetreiber und der BNetzA gemeldet ist, ist ein Eintrag im MaStR notwendig! Das Online-Portal finden sie hier.

Es gilt eine zweijährige Frist, innerhalb derer alle ausstehenden Registrierungen abgeschlossen sein müssen. Die Ausnahme von der Regel: Neue Anlagen müssen innerhalb eines Monats nach der Inbetriebnahme im MaStR registriert werden.