Unternehmerische Achtung der Menschenrechte gefragt

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Ca. 7.100 Unternehmen werden derzeit von der Bundesregierung angeschrieben und über den Nationalen Aktionsplan Wirtschaft und Menschenrechte (NAP) informiert, mit dem sie menschenrechtliche Sorgfaltspflichten entlang ihrer Lieferkette wahrnehmen sollen.

Angeschrieben werden alle in Deutschland ansässigen Unternehmen mit mehr als 500 sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten. in diesem Brief klärt die Bundesregierung über den Nationalen Aktionsplan Wirtschaft und Menschenrechte (NAP) auf. Ziel der Bundesregierung ist es, dass im Jahr 2020 mindestens die Hälfte aller Unternehmen mit mehr als 500 sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten die Kernelemente des NAP in ihrer Prozesse integriert haben sollen, ansonsten will man gesetzgeberisch tätig werden. Ein eigens dafür entwickelter Monitoringprozess ist bereits gestartet. Er wird bis 2020 die freiwillige Umsetzung des NAPs überprüfen und somit die NAP-Konformität der angeschriebenen Unternehmen bewerten. 

Der NAP erwartet von allen deutschen Unternehmen bis 2020 gemäß ihrer Größe, Branche und Position in der Lieferkette, dass sie freiwillige Prozesse zur menschenrechtlichen Sorgfaltspflicht einführen. Dabei werden fünf Kernelemente genannt, die Unternehmen anwenden sollen, um im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit nachteilige menschenrechtliche Auswirkungen zu verhüten und zu mildern:

  • Grundsatzerklärung zur Achtung der Menschenrechte
  • Verfahren, die tatsächliche oder potenziell nachteilige Auswirkungen auf Menschenrechte ermitteln (Risikoanalyse)
  • Maßnahmen, die potenziell negative Auswirkungen abwenden und ihre Wirksamkeit überprüfen
  • darüber berichten (Berichterstattung)  
  • und Beschwerdemechanismen einführen

Der VDMA stellt seinen Mitgliedern gerne Informationen zum NAP und dem NAP-Monitoring sowie zur Umsetzung des NAP zur Verfügung.