Berliner CSR-Konsens verabschiedet

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Das Nationale CSR-Forum der Bundesregierung hat am 25. Juni den "Berliner CSR-Konsens zur Unternehmensverantwortung in Liefer- und Wertschöpfungsketten" verabschiedet. Er soll Unternehmen Orientierung geben, wie unternehmerische Sorgfalt im Hinblick auf soziale, ökologische und menschenrechtliche Sorgfalt angemessen ausgeübt werden kann.

Das Dokument weist auf wichtige internationale Standards hin, wie:

  • UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte, bzw. deren Umsetzung durch den Nationalen Aktionsplan Wirtschaft & Menschenrechte
  • ILO-Kernarbeitsnormen
  • OECD-Leitsätze für multinationale Unternehmen
  • Dreigliedrige Grundsatzerklärung der ILO über multinationale Unternehmen und Sozialpolitik

Daraus werden Führungs- und Managementprinzipien für Unternehmen abgeleitet und wesentliche Elemente eines verantwortungsvollen Managements von Liefer- und Wertschöpfungsketten erläutert.

Diese umfassen: 

  • Grundsatzerklärung: Verständnis entwickeln
  • Risikoanalyse: Auswirkungen erfassen
  • Risikomanagement: Maßnahmen definieren und durchführen
  • Wirksamkeitskontrolle: Veränderungen bewirken
  • Kommunikation: intern und extern
  • Beschwerdeverfahren: Risiken frühzeitig erkennen
  • Unterstützung: Brancheninitiativen und Leitfäden

Darüber hinaus wird dargelegt, was Sozialpartner, Kammern und Zivilgesellschaft beitragen können, um Unternehmen bei der Ausübung ihrer unternehmerischen Sorgfalt zu unterstützen und welche Erwartungen an Unterstützungsangebote der Bundesregierung gestellt werden. Der "Berliner CSR-Konsens" ergänzt als ein durch nichtstaatliche Stakeholder erarbeitetes Dokument den Nationalen Aktionsplan Wirtschaft und Menschenrechte der Bundesregierung. Die Mitglieder des CSR-Forums haben unterstrichen, die Umsetzung der VN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte in Deutschland zu unterstützen.

Über das CSR-Forum
Das Nationale CSR-Forum der Bundesregierung ist ein Multistakeholder-Gremium, das die Bundesregierung bei der Weiterentwicklung einer koordinierten nationalen CSR-Strategie berät. Es bildet die Plattform für den Dialog der Bundesregierung mit den Stakeholdern. Zu den Mitgliedern gehören 34 stimmberechtigte nichtstaatliche Organisationen sowie zwei Vertreter nicht stimmberechtigter internationaler Organisationen (ILO, OECD). Die Bundesregierung ist mit elf Ressorts und dem Bundeskanzleramt vertreten.

Hier kommen Sie zum Papier "Berliner CSR-Konsens zur Unternehmensverantwortung in Liefer- und Wertschöpfungsketten" und hier zur Anlage "Nichtstaatliche Stakeholder des Nationalen CSR-Forums der Bundesregierung".