Ein Jahr CSR-Richtlinienumsetzungsgesetz

Shutterstock

Am 19. Juni 2018 haben econsense und das Deutsche Global Compact Netzwerk ihre Referenzstudie „Neuer Impuls für die Berichterstattung zu Nachhaltigkeit? – Studie zur Umsetzung des deutschen CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetzes (CSR-RUG)“ in Berlin vorgestellt.

Kernergebnis der Studie war, dass im ersten Berichtszyklus nach CSR-RUG zwar der Aufwand der Nachhaltigkeitsberichterstattung, aber auch die Aufmerksamkeit für das Thema Nachhaltigkeit im Unternehmen gestiegen sei, insbesondere bei Unternehmensleitung und Aufsichtsrat. Auch habe eine stärkere Zusammenarbeit zwischen Nachhaltigkeits- und Fachabteilungen stattgefunden.

Nichtsdestotrotz war die Anwendung der Gesetzesvorgaben für Unternehmen herausfordernd, insbesondere die Bestimmung wesentlicher Themen und Risiken sowie die Darstellung bedeutsamer Leistungsindikatoren. Was die Berichtsformate anging, so setzten die Unternehmen die Regeln recht unterschiedlich um und nutzten damit den gesetzlichen Spielraum in Bezug auf die Formate.

Auf der Veranstaltung wurde unter anderem diskutiert, ob die nun nach CSR-RUG berichteten Nachhaltigkeitsdaten den Informationsansprüchen der jeweiligen Stakeholdergruppen genügen und wie sich die Berichterstattung in den folgenden Berichtszyklen weiterentwickeln solle.

Auch die Entwicklungen auf europäischer Ebene wurden beleuchtet: so beispielsweise der Konsultationsprozess zum Thema Berichterstattung (Fitness-Check on Public Reporting by Companies), der die Informationsbasis für mögliche Folgeaktivitäten der Europäischen Kommission im Bereich Reporting darstellen wird oder das EU-Vorhaben zu SustainableFinance ein, das an vielen Punkten Schnittmengen zur Nachhaltigkeitsberichterstattung aufweist.

Die Referenzstudie können Sie hier downloaden.